Außenlandung Duo Discus

16. April 2026-Von -Kategorien: Aktuelles-Schlagwörter: , -

Außenlandung Duo Discus

Außenlandung mit ÖPNV-Anschluss: Die D-3887 testet das Busnetz  (von Maik Voß)

Aukrug. Dass beim Segelflug der Rückweg zum eigenen Platz nicht immer garantiert ist, gehört zum sportlichen Alltag dazu. Am vergangenen Samstag traf es die Besatzung des Duo Discus (D-3887). Was als ambitionierter Streckenflug Richtung Norden begann, endete mit einer Punktlandung auf einem Acker bei Niendorf – inklusive einer Standortwahl, die fast schon nach Mobilitätswende klang.

​Dabei waren die Bedingungen am Vormittag vielversprechend. Die Thermik war zwar in den unteren Schichten etwas bockig, bot aber nach dem Windenstart gute Möglichkeiten zum Aufbauen. Bernd und Ulf nutzten das Zeitfenster für einen Ausflug in den Norden und hielten dabei regen Kontakt zu „Langen Information“, um die Lufträume zu checken und wurden weiter Richtung Norden gelockt.

​Auf dem Rückweg nach Aukrug ging der Thermik jedoch die Puste aus. Wo vorher noch Steigen war, herrschte plötzlich nur noch „großflächiges Saufen“. Die Entscheidung zur Außenlandung fiel professionell und frühzeitig. Die Piloten wählten einen erstklassigen Acker nördlich von Niendorf aus, der strategisch so perfekt lag, dass man fast an Absicht glauben konnte: Das Feld grenzte nämlich unmittelbar an eine Bushaltestelle.

​„Einmal Aukrug, bitte!“

Theoretisch hätten die beiden direkt in den Bus steigen können, doch die Logistik war das Problem: Auch wenn der Acker hervorragend war, stellte sich schnell heraus, dass der Busfahrer wohl wenig Begeisterung für einen Duo Discus als „Sperrgepäck“ gezeigt hätte. Zudem ließ der Fahrplan in der Niendorfer Pampa die Vermutung zu, dass das Rückholteam aus Aukrug deutlich schneller am Ziel sein würde als der nächste Linienbus.

​Am Flugplatz wurde nach der Landemeldung also ganz klassisch und routiniert der Rückholwagen klargemacht. Da der Flugbetrieb in Aukrug dank des tatkräftigen Einsatzes an der Winde und am Start reibungslos lief, fanden sich schnell helfende Hände, die den Anhänger startklar machten. Dank der perfekten Lage des Ackers direkt an der Straße war die D-3887 ruckzuck abgerüstet und verladen.

​Ein Dankeschön an alle Beteiligten für den reibungslosen Ablauf. Und wer weiß – vielleicht planen wir beim nächsten Mal die Außenlandung direkt vor einer Pizzeria, falls der Bus wieder Verspätung hat!

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