Grüße vom Ostharz

10. August 2026-Von -Kategorien: Aktuelles, Ausbildung, Uncategorized-Schlagwörter: -

EDCQ – Warten auf den Start

Seit Anfang August befindet sich ein Teil unserer Belegschaft in „weiter Ferne“. Zusammen mit einigen Flugenthusiasten des Dithmarscher Luftsportvereins und des Flugsport-Clubs Neumünster, sind wir gerade für ein gemeinsames Fluglager zu Gast in Aschersleben beim Luftsportverein Ostharz. Aschersleben liegt in Sachsen Anhalt und somit in den neuen Bundeslädern. Für uns alle auf jeden Fall ein neuer Platz, wenn auch mit einem gewissen antiken Scharm aus vergangenen Zeiten. Hier wird einiges aus DDR-Zeiten liebevoll am Leben erhalten und es gibt sogar ein kleines Flugplatzmuseum.

Angefangen hatte alles damit, dass ein Orga-Team aus unseren drei Vereinen sich im vergangenen Herbst zusammen gesetzt hatte und einen Plan aushexte. Es sollte dieser Platz hier am Ostharz und in Reichweite des Brockens sein. Da wo die Brockenhexe auf ihrem Besen angeblich die Brockenkuppe umkreist, die Ascherslebener mit ihrem antiken Bocian die Platzrunde unsicher machen, gehen wir mit unserem „geilen Plastikscheiß“ auf Entdeckungsflüge.

Zwei Wochen lang haben wir Zeit dafür, um die Flugschülerinnen und -schüler ein ordentliches Stück voran zu bringen, dass Unerfahrene Erfahrung im Streckenflug sammeln können, und Erfahrene ihre Flugerfahrung in Wertungspunkte umwandeln können. Der Platz und die Lage im weitläufigen Sachsen-Anhalt mit relativ freiem Luftraum, bietet da tolle Möglichkeiten. Was bei unseren Flügen da dann also auf jeden Fall nicht fehlen darf, ist ein Flug bis zum Brocken. Etwa 60km vom Flugplatz Aschersleben entfernt, ist das ein tolles Ziel für einen kürzeren Streckenflug. In der Hoffnung darauf, dass man da mit der Brockenhexe auch mal gemeinsam in der Thermik kreist, haben wir im Flug gespannt Ausschau nach ihr gehalten. Aber da war nix zu sehen. Auch unser FLARM-Kollisionswarnsystem hat sie bisher nicht für uns entdecken wollen. Na vielleicht liegt das ja einfach daran, dass wir als Segelflieger nur tagsüber per Sichtflug unterwegs sind. Die Brockenhexe ist sicher nur nachts aktiv und macht dann wohl Instrumentenflug.

Sehr tagaktiv hingegen sind in unserem Fluglager vor allem die drei Fluglehrer Alexander (Dithmarschen), und Heiko und Michi (Neumünster). Sie sitzen ganze zwei Wochen lang jeden Tag mit den Flugschülis bei brüllender Hitze im Doppelsitzer, und bringen ihnen voller Leidenschaft die Kunst des Fliegens bei. Und weil den drei Lehrern das noch nicht reicht, gibt es abends nach dem gemeinsamen Grillen oft noch eine Theorieeinheit bis dem Fliegernachwuchs langsam die Äuglein zufallen. Damit sich das ganze aber nicht zu sehr nach Arbeitslager anfühlt, ist natürlich auch für Freizeitaktivität außerhalb des Flugplatzes gesorgt. Für die nötige Abkühlung an heißen Tagen, organisiert Shane, Jugendwart des Segelflug Aukrug e.V., regelmäßig Ausflüge zum nahe gelegenen Badesee.

Ein gemeinsames Fluglager unserer drei Vereine machen wir so das erste Mal. Man kann sagen, dass wir inzwischen gut zusammen funktionieren. Daher gibt es auch schon die ersten Planungen für ein gemeinsames Fluglager 2027. Abgesehen von der Hitze können wir uns über das Wetter auch wirklich nicht beklagen. Es konnte bisher wirklich jeden Tag geflogen werden. Wir als Aukruger danken an dieser Stelle auch schon einmal ganz herzlich für das unermüdliche Engagement der Dithmarscher und Neumünsteraner Fluglehrer. Natürlich danken wir auch den Ascherslebenern dafür, dass wir auf Eurem Platz unser Fluglager ausrichten dürfen und Ihr uns an Winde, Seilwagen und SKP (Start-Kontroll-Punkt) supportet. Klar mussten auch wir uns miteinander erst einmal etwas zurecht ruckeln, aber Reden hilft ja immer. Und in geselliger Abendrunde mit Eurem leckeren Bier gibt es da oft auch noch tolle Gespräche mit spannenden Einblicken in Land und Leute, die Flugplatzgeschichte, und in Eure ganz persönlichen fliegerischen Geschichten. So werden aus Fremden Freunde 😉

Auf ein paar schöne letzte Flugtage hier in den Weiten der ehemaligen DDR.

4 x 50km = stolz wie Bolle

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